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Sportplätze der Teuto-Fußballer: Vom Lehmacker zum Kunstrasen

Der SV Teuto Riesenbeck feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Grund stellen wir die Sparten des Vereins nacheinander vor. Diesmal geht es um die Fußballabteilung, die erste Sparte des Vereins bei der Gründung 1920. Und weil es da soviel zu erzählen gibt, haben wir da einfach zwei Teile draus gemacht. Heute geht es um die Sportplätze, auf denen Teutos Fußballer so gekickt haben im Laufe der Zeit.

Wenn man mal in den Chroniken des Vereins gräbt, dann findet man heraus, dass der erste Platz auf dem unter dem Namen SV Teuto gekickt wurde, beim Gehöft Bußmann war, am Teutoburger Wald gelegen. Aber schon vorher wurde in Riesenbeck Fußball gespielt. Schon 1908 gab es nämlich innerhalb des katholischen Jugendvereins eine Fußballabteilung mit dem Namen Concordia. Ihr Trainingsplatz war der Garten hinter dem Adolph-Kolping-Haus an der Hospitalstraße, gespielt wurde hinter dem Hof Storck-Lütkemeier (heute Strootmann) am Westring auf einer Wiese. Und eben bei Bußmanns.

Aber nicht lange, denn der Fußballbetrieb wurde auf ein ebenes Gelände verlegt, einen Lehmacker nahe der Surenburg und dem Hof Alte-Bornholt, berichtet Teutos Ehrenvorsitzender Karl Elmer, der zum Jubiläum mal ganz akribisch alles Wissenswerte über die Sportstätten der Teuto-Fußballer zusammengetragen hat. Aber da so ein Lehmacker – rein fußballerisch – nur eine begrenzte Lebensdauer hat, machte man sich auf die Suche nach einem neuen und dauerhaft geeigneten Gelände. Fündig wurde man zwischen Dortmund-Ems-Kanal und dem Teuto. Dort gab es ein „versumpftes, unwegsames Gelände“, wie es in der Festschrift zum 75. Geburtstag des Vereins heißt. „Hier wurde durch den unverdrossenen Einsatz der aktiven Spieler, unterstützt von den passiven Mitgliedern des Sportvereins, in schwerer und harter Arbeit ein Sportgelände geschaffen.“ 1928 wurde die Anlage „Im Vogelsang“ dann eingeweiht. Leichtathletische Anlagen hatte das Stadion auch.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Sportplatz am Vogelsang von englischen Panzerfahrzeugen demoliert, geht aus der Aufstellung von Karl Elmer hervor. Die Teutonen richteten den Platz wieder her, und am 15. August 1948 wurde er dann eingeweiht. Auf Anregung des damaligen Platzwartes Josef Veltmann erhielt die Anlage den Namen „Reinhard Niemeyer-Kampfbahn“. Bis dahin wurde übrigens wieder an der Surenburg an der Emsdettener Straße auf einem Platz gespielt. So ganz ideal war der neue Platz in der Anfangszeit aber auch nicht. Zwar hatte der Top-Maße mit 100 x 70 Metern, allerdings aber auch zwei Meter Gefälle zwischen den beiden Toren, berichtet Karl Elmer. „Ich habe das selbst mal ausgemessen.“

Immerhin hatte der SV Teuto jetzt seine endgültige Heimat gefunden, umziehen musste man nicht mehr. Obwohl das so ganz auch nicht stimmt, denn in der Saison 1972/73 spielte Riesenbecks Erste in Bevergern. „Damals wurde das Stadion umgebaut“, erinnert sich Karl Elmer. Die Niemeyer-Kampfbahn bekam Laufbahn und Leichtathletikanlagen und wurde in Reinhard-Niemeyer-Stadion umbenannt. Die anderen Teams spielen auf dem Ascheplatz.

An der Infrastruktur wurde vorher schon eifrig gearbeitet. 1957/58 wird eine Teilüberdachung der Tribüne errichtet. 1975 gibt es Flutlicht, 1976 ist der Neubau des Umkleidegebäudes. Zuvor, so erinnern sich Teuto-Größen wie Pello Pelster habe man sich an der Turnhalle umgekleidet und in Fußballklamotten über den Kanal zum Platz gehen müssen. Bei Sonne wie bei Regen. Und selbstverständlich auch im Winter bei klirrender Kälte. Halbzeitbesprechungen hätten im Ballschuppen stattgefunden. Da gab es immerhin eine Wasserleitung.

1989 wurde das zweite Rasenspielfeld eingeweiht, 1996 das Umkleidegebäude aufgestockt und 2013 wurde der Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt. Nur mehr Kabinen für den stark boomenden Damenbereich könne man brauchen, sagen die Teutonen. Dennoch steht aber fest: Teuto Riesenbeck hat damit eine der komfortabelsten Fußballanlagen im Kreis. Und ein richtig schönes Zuhause.

Quelle: IVZ

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